Die Heiligkreuzkapelle zählt zu den ältesten Bauteilen des karolingischen Klosterkomplexes von Müstair. Besonders bemerkenswert ist das Untergeschoss, dessen Decke noch aus originalen Holzbalken besteht. Mithilfe der Dendrochronologie, einer wissenschaftlichen Methode zur Datierung von Holz anhand seiner Jahresringe, konnten diese Hölzer präzise in die Jahre 785 und 788 n. Chr. eingeordnet werden.
Im Inneren der Kapelle haben sich eindrucksvolle Wandmalereien erhalten, die sowohl in Fresko- als auch in Secco-Technik ausgeführt wurden. Inhaltlich kreisen sie um das Thema Tod, was darauf hindeutet, dass der Raum in der frühen Neuzeit als Bestattungsstätte für Kinder genutzt wurde.
Seit vielen Jahren ist die Kapelle jedoch von einem instabilen Mikroklima betroffen. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit begünstigt das Wachstum von Pilzen und Algen, während die teilweise unterirdische Lage zur Bildung von Salzausblühungen führt. Diese Prozesse greifen die Bausubstanz und empfindlichen Malereien an und gefährden ihren Erhalt.
Da herkömmliche Restaurierungsmassnahmen nicht mehr ausreichten, wurden umfassende Schutzmassnahmen beschlossen. Ziel ist es, die Kapelle langfristig zu sichern und ihre wertvolle historische Substanz zu bewahren.
In den Instagram-Videos Teil 1, Teil 2, Teil 3 kann ein kompakter Einblick in die laufenden Arbeiten gewonnen werden, Schritt für Schritt wird aufgezeigt, welche Massnahmen in und um die Kapelle umgesetzt werden.
Die Heiligkreuzkapelle bedarf dringender baulicher Restaurierungsmassnahmen. Bild: Ralph Feiner
Forschung
Baumassnahmen - Entfeuchtung der Heiligkreuzkapelle
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