Zwischen lebendiger Tradition, Carlo Acutis und dem «Blutwunder»
Den geistlichen Impuls bildet das Zeugnis des heiligen Carlo Acutis (1991–2006), der als «Cyber-Apostel» gilt. Kurz vor seinem Tod dokumentierte er eine digitale Ausstellung zu eucharistischen Wundern weltweit und machte so eine lange Tradition kirchlicher Überlieferung für die Gegenwart neu zugänglich.
Auch in Müstair ist eine solche Tradition bezeugt: das sogenannte Blutwunder von Müstair, das über Jahrhunderte die Frömmigkeit des Klosters prägte und Scharen von Pilgernden anzog. Die verehrte Reliquie wurde 1799 von napoleonischen Truppen entwendet und ist seither nicht mehr vorhanden. Dennoch ist die Erinnerung daran im Kloster weiterhin sichtbar und präsent.
Im Altarbereich über dem Tabernakel befindet sich ein 1597 entstandenes Fresko, das das Wunder bildlich darstellt. Zudem verweist die 1758 errichtete Gnadenkapelle auf diese Tradition: ein Ort, an dem bis heute Gebetsbitten und persönliche Anliegen ihren Platz haben.
Ablauf
18:00 Uhr Stille Anbetung
18:25 Uhr Rosenkranz
19:00 Uhr Messe mit integriertem Stundengebet der Benediktinerinnen
19:45 Uhr – 20:30 Uhr stille Anbetung
Besichtigung der Wandmalerei zum Blutwunder
Führung Mittelapsis und Kulturgüterschutzraum
Juli bis Oktober jeden Di und Do 15.45 Uhr
Alle Gebetszeiten und Messen in der Klosterkirche
