10. Mai 2019

Maximilian in Müstair - Jagd & Politik

Sonderausstellung zum 500. Todestag von Maximilian I.

 

10. Mai 2019 - 18 Uhr Vernissage

Ausstellung geöffnet vom 11. Mai bis 3. November 2019

Zum 500. Todestag Maximilians I. widmet ihm das Klostermuseum von Müstair eine Sonderausstellung, die den Aufenthalt des Kaisers in der Region im Jahr 1496 und die von ihm geliebte Jagd zum Thema hat. Es wird darüber hinaus das Klosterleben zu jener Zeit unter der Äbtissin Angelina Planta beleuchtet, sowie der Umbrailpass als strategische Verbindung zwischen dem habsburgischen Reich und Italien.

 

Die Sonderausstellung
Die Eröffnung der Sonderausstellung „Maximilian in Müstair – Jagd & Politik“ findet am Freitag, 10. Mai 2019 um 18 Uhr statt. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden: Montag – Samstag von 9 bis 17 Uhr und Sonn- und Feiertage von 13.30 bis 17 Uhr. Im Laufe des Sommers finden mehrere Veranstaltungen rund um die Ausstellung statt. Nähere Informationen werden auf der Webseite www.muestair.ch/maximilian/veranstaltungen/ aufgeschaltet. Die Ausstellung ist bis 3. November 2019 geöffnet.

 

 

Maximilian I. – Schirmvogt des Klosters
Maximilian I. übernahm 1490 die Regentschaft in Tirol und wurde damit auch Herr über den Vinschgau und Schirmvogt des Klosters St. Johann in Müstair. Als Schirmvogt hatte er die Schutzaufsicht über das Kloster und vertrat dieses nach aussen. Somit nahm er Einfluss auf die Verwaltung und Rechtssprechung in der Val Müstair. Die Region war aufgrund der Passübergänge nach Italien von wirtschaftlicher und militärischer Bedeutung. Zudem schätzte Maximilian, der begeisterter Jäger und Kletterer war, die gebirgige Landschaft und den Reichtum an wilden Tieren.

Maximilian in Müstair
Die Sonderausstellung im Klostermuseum beleuchtet die Italienpolitik Maximilians, in der das Münstertal und der Umbrailpass eine bedeutende Rolle spielten. 1496 berief Maximilian einen Kongress in Mals und Glurns im Obervinschgau ein, um über eine Intervention gegen den französischen König Karl VIII. in Italien zu beraten. In Müstair traf der für die Jagd gekleidete römisch-deutsche König auf den Herzog von Mailand Ludovico Sforza, genannt „il Moro“. Dieser war mit grossem Gefolge über den Umbrailpass angereist. Gemeinsam wohnten sie der Hl. Messe in der Klosterkirche bei und anschliessend gab es ein Festessen in Glurns, an dem auch die Nonnen von Müstair teilnahmen.

Äbtissin Angelina Planta und ihre Zeit
Im Kloster Müstair lebten damals nur vier Chorfrauen unter der Leitung der Äbtissin Angelina Planta, aus der Familie der Planta von Zuoz. Die rege Bautätigkeit Angelinas hat das Kloster sehr geprägt und ist ebenso Thema der Sonderausstellung im Klostermuseum Müstair.