1894: Entdeckung der karolingischen Fresken in der Klosterkirche

„Wie staunten wir, da uns im dunklen Dachraum bei Laternenschein Freskobilder aus dem achten Jahrhundert anblickten“, schrieb Joseph Zemp 1928 an seinen Forscherkollegen Robert Durrer. Die beiden Kunsthistoriker haben eine sorgfältige Bestandsaufnahme in die Wege geleitet und mit ihrer Publikation diesen einzigartigen Schatz bekannt gemacht.


Für die heutige Bearbeitung besonders wertvoll sind die Fotos von Joseph Zemp sowie die Aquarelle, die die beiden Forscher im Massstab 1:4 von den Fresken im Dachraum anfertigen liessen bevor sie im Strappo-Verfahren abgelöst und nach Zürich ins Landesmuseum gebracht werden konnten. Die Publikation von Joseph Zemp und Robert Durrer "Das Kloster St. Johann zu Münster in Graubünden" (Genf 1906–1910) ist heute noch von grosser Bedeutung für die Wissenschaft.