07. luglio 2016

Kloster Müstair und Kloster Lorsch feiern 10 Jahre Partnerschaft

Im Jahr 2006 unterschrieben Vertreter der Welterbestätte Kloster Lorsch (D) und jene der Welterbestätte Kloster Müstair (CH) in Müstair eine Partnerschaft. Nun, zehn Jahre später, reist eine Delegation aus Müstair nach Lorsch um gemeinsam dieses Jubiläum zu feiern.

Eine Delegation von 14 Personen aus dem Kloster Müstair, darunter Stiftungspräsident Walter Anderau, Geschäftsführer der Stiftung Ulrich Veith und Leiter der Archäologie in Müstair sowie Initiant der Partnerschaft Jürg Goll, reiste Anfang Juli nach Lorsch in Deutschland um die zehnjährige Partnerschaft der beiden UNESCO Welterbestätten und karolingischen Klöster zu feiern. Das Kuratorium des Klosters Lorsch gemeinsam mit der Stiftung und der Verwaltung Hessischer Schlösser und Gärten hatte diesen Anlass organisiert. Im Partnerschaftsvertrag verankert sind die wichtigsten Punkte, wie der Austausch von Wissen und die Zusammenarbeit bei pädagogischen Projekten.

Zwei Tage lang wurde das Team von Müstair durch Lorsch und Umgebung geführt. Hermann Schefers, Leiter der Welterbestätte Lorsch und Katarina Papajanni, Architektin und Bauforscherin in Lorsch erzählten über die Neuigkeiten vor Ort und gaben spannende Einblicke in ihre Welterbestätte und ihre Arbeit. Am Abend fand dann ein freundschaftlicher Festakt statt.

Der Netzwerkgedanke ist keineswegs neu, bereits im 9. Jahrhundert zur Zeit Karls des Grossen waren die beiden Klöster miteinander verbunden. Heute läuft der Austausch vor allem über die Bauforschung und Archäologie auf der einen Seite und über das Know How der Museumspädagogik auf der anderen Seite. Auch in der digitalen Welt bleiben die persönlichen Begegnungen wesentlich für das Weiterleben der Partnerschaft, so war das Team des Klosters Lorsch 2010 bei der Klosternacht „Licht“ mit dabei und dieses Jahr mit einem Stand beim Welterbetag in Müstair präsent. Auf weitere gemeinsame Projekte und einen vermehrten Austausch freuen sich beide Partnerstätten und in zehn Jahren wird es wohl wieder eine grössere Zusammenkunft geben – dieses Mal in Müstair.