Karolingische Sakralbauten

Das Kloster St. Johann in Müstair wurde im 8. Jahrhundert gegründet. Karl der Grosse soll es gestiftet haben, die Statue in der Klosterkirche ist bleibendes Zeugnis dafür. Die Klosteranlage entstand aus einem Guss. Aus der Karolingerzeit sind heute noch die Klosterkirche und die Heiligkreuzkapelle erhalten.

 

Die Kirche –
Herzstück des Klosters

Ursprünglich war die Klosterkirche dem Konvent vorbehalten. Erst in der Reformationszeit im 16. Jahrhundert wurde sie Pfarrkirche und so Gotteshaus für alle Gläubigen. Im Sommer finden hier regelmässig Gottesdienste statt.

Faszinierende Bilderwelt und Karl der Grosse

Die Klosterkirche St. Johann in Müstair birgt den weltweit grössten und best erhaltenen Freskenzyklus aus dem Frühmittelalter. Karolingische und romanische Malereien schmücken die Wände und die drei Apsiden. Die gesamte Heilsgeschichte wird in Bildern dargestellt. Sie erzählen das Leben König Davids aus dem Alten Testament, die Kindheit, das Wirken und das Leiden Jesu sowie die Himmelfahrt und die Wiederkunft Christi. Die Apsiden sind Heiligen und Märtyrern gewidmet: Johannes dem Täufer, Stephanus, Petrus und Paulus.

Zudem befindet sich in der Klosterkirche die älteste Monumentalstatue Karls des Grossen. Zurzeit wird sie mittels neuester Methoden analysiert. Mit Spannung und Neugierde erwarten wir die neuesten Erkenntnisse und Geschichten, die uns diese Statue erzählen wird.

Kirchenführung lohnt sich

In einer Kirchenführung können unsere Besucher Architektur und Geschichte des Klosters kennen lernen, aber auch in jene faszinierende Bilderwelt eintauchen, die ursprünglich nur Mönchen und Geistlichen vorbehalten war.

 

Die karolingische Klosterkirche

In karolingischer Zeit war die Kirche bis in den letzten Winkel ausgemalt, heute noch sind ein Grossteil der karolingischen Wandmalereien zu sehen. Der Film entstand 2013 für die Ausstellung "Karl der Grosse und die Schweiz" im Schweizerischen Nationalmuseum. Konzept und Regie von Denise Tonella. Gefilmt wurde in der Klosterkirche St. Johann in Müstair.

Heiligkreuzkapelle –
Juwel aus karolingischer Zeit

Heute steht die Heiligkreuzkapelle etwas abseits am Kirchweg. Im 8. Jahrhundert war sie direkt mit der Klosteranlage verbunden. Das Obergeschoss diente wohl Äbten und hohen Würdenträgern als Privatkapelle.

Die Restaurierungsarbeiten werden im Herbst 2018 abgeschlossen.
Bis dahin können leider keine Führungen stattfinden.

Die Bauforschungs- und Restaurierungsarbeiten an der Aussenfassade wurden 2011 abgeschlossen, die Wandbilder im Untergeschoss wurden restauriert, das Obergeschoss mit seinen Schätzen wird 2018 fertig restauriert. Es soll in Zukunft wieder als Kapellenraum dienen.

Ab 12. März bis Mitte September 2018 ist die Heiligkreuzkapelle für Besucherinnen und Besucher gesperrt, da die letzen Restaurierungs- und Bauarbeiten getätigt werden müssen. Danach wird das Obergeschoss wieder zum Kapellenraum und für geführte Besichtigungen zugänglich sein.

 

Öffnungszeiten

Die Kirche ist täglich geöffnet. Die Heiligkreuzkapelle bleibt bis zum Abschluss der Restaurierungs- und Bauarbeiten im September 2018 geschlossen. Sie kann ab Mitte September 2018 mit Führung zu ausgeschriebenen Terminen oder nach Vereinbarung besichtigt werden.

Infos erhalten Sie im Klosterladen.

T. +41 (0)81 858 61 89
visit-museum @ muestair.ch

>Zu den Besucherinfos


Öffnungszeiten für Führungen:

Mai – Oktober: 9:00 – 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 13:30 - 17:00 Uhr

November – April: 10:00 – 12:00 und 13:30 – 16:30 Uhr
Sonn- und Feiertage vormittags geschlossen